Lernstörungen
Lernstörungen wie Legasthenie (Lese- Rechtschreibstörung) und Dyskalkulie (Rechenstörung) sind von den internationalen Klassifikationssystemen (ICD, DSM) als umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten definiert. Oft begleiten und verstärken weitere Störungen, wie z.B. die Aufmerksamkeitsstörung (AD(H)S die individuellen Schwierigkeiten.
Lernstörungen werden meist erst mit dem Schuleintritt sichtbar, obwohl sie bereits von frühester Kindheit an bestehen. Es handelt sich um Störungen, die vielfältige Ursachen haben können. Sicher ist, dass sowohl bei der LRS, als auch bei der Dyskalkulie, Veränderungen in den Bereichen des Gehirns erkennbar sind, die die Prozesse beim Lesen, Schreiben und Rechen steuern.
Die Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache und der Rechenkompetenz ist nicht auf eine geminderte Intelligenz oder eine unangemessene Beschulung zurückzuführen.
LRS/Legasthenie
Legasthenie ist auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche bekannt. Betroffene Kinder und Jugendliche haben erhebliche Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb. Es handelt sich um eine Störung, die vielfältige Ursachen haben kann. Bei der Legasthenie sind Veränderungen in den Bereichen des Gehirns zu erkennen, die den Lese- und Rechtschreibprozess steuern.
Die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben lernen sind nicht auf eine geminderte Intelligenz oder eine unangemessene Beschulung zurückzuführen. Menschen mit Legasthenie benötigen mehr Unterstützung und Förderung, um das Lesen und Schreiben zu lernen.
Woran lässt sich erkennen, ob ein Kind Legasthenie hat?
- das Lesen ist oft ungenau und sehr langsam
- der gelesene Inhalt kann nicht erfasst werden
- Buchstabenfolge der Wörter werden nicht richtig abgespeichert
- es kommt zu vielen , oft wiederkehrenden Rechtschreibfehlern
- Rechtschreibregeln werden nicht erschlossen und können somit nicht angewendet werden
- auch bei der Zeichensetzung und Grammatik treten häufig Schwierigkeiten auf
Dyskalkulie
Basiskompetenzen, wie z.B. grundlegende Fertigkeiten beim Zählen, Mengenvergleiche, Zahl-Mengen-Zuordnung, Orientierung auf einem Zahlenstrahl, Lesen und Schreiben von arabischen Zahlen, sind bei Kindern mit einer Rechenstörung meist unzureichend aufgebaut und gefestigt. Die Entwicklung eines Verständnisses für Rechenoperationen und Strategien ist dadurch erschwert. Rechenprozesse benötigen viel Zeit und sind zumeist fehlerhaft.
Anzeichen, um eine Rechenstörung zu erkennen:
- Probleme beim Erkennen/Schätzen einer Menge
- Rechenaufgaben werden zählend gelöst
- verrechnen um 1
- Rechenarten werden nicht verstanden und verwechselt
- Schwierigkeiten mit dem Stellenwertsystem
- die Bedeutung der Null als Ziffer und Zahl ist unklar
- große Schwierigkeiten bei Textaufgaben